Das meint die Presse




Innovationspreis des Dachverband DBT e.V.  Netzwerktreffen in Köln vom 12.-13.Mai 2017 für START

 


Rheinzeitung, 18. Mai 2017

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Forum der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes,

Nr.  65, Mai 2017 


Rhein-Zeitung 6.5.2017


 

Quelle.

 

http://www.focus.de/regional/pforzheim/enzkreis-gesundheit-von-fluechtlingen-grosses-interesse-an-workshop-des-gesundheitsamts_id_6512549.html

 

Enzkreis Gesundheit von Flüchtlingen: Großes Interesse an Workshop des Gesundheitsamts

 

Mittwoch, 18.01.2017, 11:36

 

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„Wir sehen immer öfter den Bedarf nach psychosozialer Unterstützung von Flüchtlingen“, sagt Angelika Edwards, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts.

 

Auf Grund der Erfahrungen im Zusammenhang mit der Flucht, körperlicher und sexueller Gewalt, lebensbedrohlichen Situationen, Trennung oder Verlust von Familienmitgliedern und vielen weiteren Faktoren seien die Menschen häufig psychisch stark belastet. Auf große Resonanz stieß daher ein Workshop des Gesundheitsamts zur Unterstützung der mit den Flüchtlingen Tätigen. Weitere solche Angebote sollen in den kommenden Monaten folgen.

Für den Auftakt konnten die Initiatorinnen des START-Programms gewonnen werden: Andrea Dixius, leitende Psychologin, und Prof. Dr. Eva Möhler, ärztliche Direktorin, beide von den SHG Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Saarland. Das START-Programm bietet eine praktische Hilfestellung für Sozialarbeiter, Schulpsychologen, Psychotherapeuten, Ärzte und andere Berufsgruppen, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen arbeiten.

„Die Häufigkeit für psychische Auffälligkeiten liegt bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zwischen 20 und 80 Prozent“, berichtet Dr. Janine Benson-Martin, Psychiaterin beim Gesundheitsamt. Psychische Auffälligkeiten und Traumafolgestörungen seien dabei die Folge von extremen Belastungen. „Mit START sollen Kinder und Jugendliche im Rahmen einer ersten Stabilisierung in ihrer emotionalen Not Hilfe bekommen, um zunächst akute emotionale Krisen überstehen zu können“, so Benson-Martin. Besonders wichtig seien dabei präventive Ansätze zur Verbesserung der psychischen Gesundheit – dafür gebe es jedoch bislang kaum Vorbilder. Benson-Martin erarbeitet deshalb seit letztem Jahr zusammen mit der Universität Heidelberg ein Konzept; erste Studienergebnisse liegen bereits vor.

Das Programm START unterstützt Kinder und Jugendliche unter professioneller Anleitung dabei, Fertigkeiten zur Stressregulation und Krisenbewältigung zu erlernen. Diese können sie in Momenten starker emotionaler Anspannung anwenden, was rasch zu einer Besserung führt. „Aber auch präventiv werden Schutzfaktoren und Resilienz gefördert“, erläutert Dr. Benson-Martin. „Einem Abgleiten in schwere Depressionen oder in andere Störungen, die aus der Verdrängung massivster Traumata resultieren können, kann so vorgebeugt werden“.

In den START-Modulen 1 bis 4 werden vor allem Übungen zum Umgang mit Stress, zur Selbstberuhigung und Achtsamkeit sowie zur bewussten Wahrnehmung von positiven Ereignissen und Gefühlen gefördert. Im fünften Modul wird zudem der Umgang mit Alpträumen aufgegriffen. „Es hat sich zudem gezeigt, dass das Programm auch bei belasteten Kindern und Jugendlichen ohne Migrationshintergrund sehr gut wirkt“, wie Benson-Martin berichtet. Weitere Informationen zu dem Programm finden sich unter https://berzen.jimdo.com/start/.

„Wir wollen in diesem Jahr gezielt den Aufbau präventiver gesundheitsfördernder Angebote fördern und dabei alle beteiligten regionalen Akteure einbeziehen“, betont Angelika Edwards. Um diese zu unterstützen, bietet das Gesundheitsamt weitere Workshops an. Der nächste hat „Trauma tapping“ zum Thema, ein einfaches Handwerkzeug, das sowohl traumatisierte Menschen für sich selbst erlernen können als auch diejenigen, die mit ihnen arbeiten.

FOCUS NWMI-OFF/Landratsamt Enzkreis

 





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